Den Leader gefordert

von Martin Zimmerli

Mit dem FC Celerina gastierte am Samstag der deutliche Leader bei den B-Junioren des FC Davos. Die Engadiner hatten bisher alle Spiele teils deutlich gewonnen und traten somit als klarer Favorit zu dieser Partie an. Einfach kampflos wollten die Davoser die Punkte dann aber doch nicht hergeben und sie setzten sich das Ziel, dem Favoriten möglichst ein Bein zu stellen. In Anbetracht des starken Gegners konzentrierten sie sich denn auch in erster Linie auf eine sichere Defensive. Und damit machten sie den Gästen das Leben auch sichtbar schwer. Zwar hatten diese von Beginn weg mehr Spielanteile, doch konnten sie sich gegen die gut organisierte und aufmerksam spielende Abwehr um die beiden Innenverteidigerinnen Sara Chindamo und Stina Neuenschwander kaum je wirkungsvoll durchsetzen.

So entwickelte sich in der ersten Hälfte eine intensive Partie mit einem recht hohen Tempo. Gute Torchancen waren jedoch auf beiden Seiten eher wenig zu verzeichnen. Im Gegensatz zu den Spielanteilen waren diese Chancen aber auf beide Seiten verteilt. Die Davoser suchten immer wieder, sich mit schnellem Aufbauspiel aus der Defensive zu lösen und kamen so mit schnellen Gegenstössen durchaus auch zu guten Abschlussgelegenheiten. Insbesondere der schnelle Remo Finschi stellte die Engadiner Abwehr mehrmals vor grosse Probleme und mit etwas Glück hätten die Einheimischen auch in Führung gehen können. Es waren dann aber nach mehr als einer halben Stunde doch die Favoriten, welchen das erste Tor der Partie gelang. Die Davoser liessen sich vom Gegentreffer aber nicht aus ihrem Konzept bringen. Im Gegenteil gelang ihnen kurz nach der Führung für Celerina mit dem Ausgleichstreffer die richtige Reaktion. Erneut war es Remo Finschi, der nach einer schnellen Kombination aus der Davoser Abwehr die Hintermannschaft der Gäste überlaufen und den Torhüter mit einem schönen Lobball bezwingen konnte.

So ging es mit ausgeglichenem Spielstand in die Pause und damit lagen die Davoser noch immer im Fahrplan, ihr Ziel zu erreichen. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Charakter des Spiels. Die Gäste erzeugten viel Druck und hatten deutlich mehr Spielanteile, doch liefen sie immer wieder in der gut stehenden Davoser Defensive auf. Wenn sie diese für einmal doch überspielen konnten, so konnte der aufmerksam mitspielende Davoser Torhüter Maurus Castelmur ihre Abschlüsse verhindern oder entschärfen. Aufgrund dieses Spielverlauf machten sich bei den Gästen erste Anzeichen von Verzweiflung bemerkbar. Erlöst wurden sie dann etwa eine Viertelstunde nach Wiederbeginn. Für einmal vertändelten die Einheimischen im Mittelfeld den Ball und erlaubten so dem FC Celerina einen schnellen und überraschhenden Steilpass. Der angespielte Stürmer verwertete diese Vorlage sicher und brachte die Gäste so erneut in Front. Obwohl die Davoser weiterhin an ein positives Resultat glaubten und ihr Spiel weiter durchzuziehen gewillt waren, schlichen sich nun doch vermehrt Unaufmerksamkeiten in ihr Aufbauspiel ein. Und nun zeigte sich die Qualität des Favoriten. Während die Chancen der Davoser nun immer seltener wurden, bestraften die Engadiner kleine Fehler in der Ballkontrolle oder zu langsames Aufbauspiel aus der Abwehr der Davoser resolut indem sie daraus gute Torgelegenheiten kreierten. So entsprach es dann auch der Logik des Spielverlaufes, dass ihnen bis zum Schluss noch zwei weitere Treffer zum letztlich nicht unverdienten 1:4 Sieg gelangen.

Trotz der Niederlage dürfen die Davoser für sich in Anspruch nehmen, den klaren Favoriten bis zum letzten gefodert zu haben. Dies belegen nicht zu letzt die diversen Spielunterbrüchen in den Schlussminuten, als mehrere Spieler des FC Celerina mit Krämpfen gepflegt werde mussten. Die Einheimischen hatten insbesondere in der Defensive vieles richtig gemacht. Aber auch mit ihren schnellen Gegenstössen hatten sie ihre spielerischen Mittel immer wieder aufzeigen können.

Matchtelegramm

FC Davos - FC Celerina    1 : 4 (1 : 1)

Samstag, 27.09.2014, 15:30 Uhr
Sportzentrum Davos, Kunstrasen
Schiedsrichter: Fabio Caminada

Startaufstellung:

  4    Kelan Schmitter 3    Gian Bossi  
       
  2    Sara Chindamo 14  Severin Wenger 11  Pedro Borges
1 Maurus Castelmur      
  7    Stina Neuenschwander 13  Ruben Silva Pinto 10  Remo Finschi
       
  15  Shaip Gashi 6    Tim Keuning  

Auswechselspieler:

8 Luis Gomes, 9 Klaus Gröbner, 16 Nathalie Ettinger

Tore:

38. 0 : 1  
42. 1 : 1 Remo Finschi
57. 1 : 2  
70. 1 : 3  
82. 1 : 4  

Auswechslungen:

35.

Klaus für Tim
Luis für Gian
Nathi für Kelan
70.

Tim für Ruben
Gian für Pedro (Klaus St links)
Kelan für Shaip (Nathi V rechts)

Bemerkungen: