C-Junioren zurück auf der Siegesstrasse

von Martin Zimmerli

Zum Auftakt eines Doppeleinsatzes an diesem Wochenende spielten die C-Junioren des FC Davos am Samstag auf dem heimischen Kunstrasen gegen ihre Alterskollegen des FC Lusitanos de Samedan. Nachdem die Einheimischen im letzten Spiel auf unnötige Weise beim FC Triesen verloren hatten, war ihnen der Wille zur Wiedergutmachung deutlich anzusehen. Mit dem Anpfiff durch den jungen Schiedsrichter legten sie mit grossem Engagement los und liessen den Gästen aus dem Engadin keinerlei Zeit und Raum, um ins Spiel zu kommen.

Im Gegensatz zur letzten Partie waren es diesmal die Davoser, die deutlich mehr für ein gutes Resultat zu tun bereit waren. In der Offensive suchten sie den schnellen und direkten Weg zum gegnerischen Tor und setzten auf vertikale Pässe sofort energisch nach. So gelangten sie von Beginn weg auch zu guten Torchancen. Dementsprechend dauerte es keine zehn Minuten, bis sie die Partie auch resultatmässig in die richtigen Bahnen lenken konnten. Durch den grossen Druck auf die gegnerische Abwehr kamen sie zu einem der in der Folge häufigen Eckbälle. Und Klaus Gröbner konnte den von Severin Wenger präzise getretenen Ball am weiten Pfosten zum Führungstreffer für die Gastgeber einnicken.

Doch damit gaben sich die Davoser keineswegs zufrieden. Auch weiterhin bewegten sie sich gut. Damit schufen sie die Voraussetzung, um ihr bekanntermassen vorhandenes spielerisches Potential auch zum Tragen zu bringen. Mal für Mal kombinierten sie sich durch die gegnerischen Reihen und so war es durchaus verdient, dass erneut Klaus Gröbner nur zwei Minuten später das Resultat bereits erhöhen konnte.

Da die Einheimischen nicht nur in der Vorwärtsbewegung viel Engagement zeigten, sondern auch bei gegnerischem Ballbesitz viel Druck auf die Gäste ausübten, kamen diese kaum zu zusammenhängenden Aktionen. Gefährlich wurden sie eigentlich nur durch Einzelaktionen ihrer zum Teil technisch beschlagenen Offensivkräfte. So setzte sich nach einer knappen Viertelstunde ein Samadener Stürmer im Strafraum der Davoser gleich gegen zwei Verteidiger durch und konnte danach nur noch regelwidrig am Abschluss gehindert werden. Der darauf fällige Penalty war ihre erste richtige Torchance und führte gleich zum Anschlusstreffer. In der Folge waren die Davoser weiterhin das klar dominierende Team. Es dauerte aber bis kurz vor der Pause, bis der sehr lauffreudige und zweikampfstarke Davoser Mittelfeld-Regisseur Severin Wenger seine gute Leistung mit dem dritten Treffer für die Einheimischen krönte.

Beim Pausentee nahmen sich die Platzherren vor, ihren Gegnern auch in der zweiten Halbzeit keine Möglichkeit zu geben, doch noch ins Spiel zu kommen. Ihr Ziel war es, das Spiel sofort wieder in die Hand zu nehmen. Bezüglich Spielanteile gelang ihnen dies auch - nicht jedoch resultatmässig. Denn nach weniger als zwei Spielminuten in der zweiten Hälfte konnten die Engadiner einen direkten Freistoss zum erneuten Anschlusstreffer verwerten. Da die Davoser sich davon aber in keiner Weise von ihrem Konzept abbringen liessen und weiterhin sehr engagiert auftraten, drohte die Partie auch in dieser resultatmässig heiklen Phase nie zu kippen. Im Gegenteil reagierten sie heftig auf diesen Gegentreffer und suchten mit ungebrochenem Engagement die Entscheidung. Und immer wenn sie den Ball schnell laufen liessen, überforderten sie die gegnerische Abwehr und kamen regelmässig zu guten Abschlussgelegenheiten. Und auch wenn sie einige dieser Gelegenheiten ausliessen, war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Treffer fallen würde. Und so konnte bereits nach wenigen Minuten auch der zweite zentrale Mittelfeldspieler für einmal nicht nur mit technisch feinen Pässen glänzen, sondern sich auch in die Torschützenliste eintragen. Und spätestens jetzt hatte man den Eindruck, dass die Davoser nun auf die Pflicht noch die Kür folgen liessen. Denn wenig später setzte sich Klaus Gröbner auf der rechten Seite im Strafraum gekonnt gegen drei Gegenspieler durch und bediente in der Mitte Severin Wegner. Dieser verwertete diese Idealvorlage mit der Hacke und erntete damit Szenenapplaus vom gutgelaunten Davoser Publikum.

Die Gäste blieben weiterhin vor allem bei ruhenen Bällen gefährlich. Und hier zeigten sie eine erstaunliche Effizienz. Als sie nämlich Mitte der zweiten Hälfte zur letzten ihrer insgesamt drei Freistossgelegenheiten aus gefährlicher Distanz gelangten, konnten sie diese erneut zu einem Treffer verwerten. Die Antwort der Davoser kam jedoch postwendend. Und erneut zauberten sie. Nach einer zügigen Kombination ausgehend von der rechten Abwehrseite wurde Pedro Borges im Zentrum angespielt. Und wie er den Ball mit dem Absatz in den Rücken der Samadener Abwehr für Severin Wenger einschussbereit auflegte, machte seiner brasilianischen Herkunft alle Ehre. Einige Minute später gelangte dann auch noch der Davoser Captain Michael Schnetzler zu seinem persönlichen Erfolgserlebnis und erzielte das Tor zum Schlussresultat von 7:3.

Damit kamen die Landwassertaler zu einem verdienten und trotz der drei Gegentore letztlich klaren Heimsieg. Sie zeigten damit eine deutliche Reaktion auf den mässigen Auftritt von voriger Woche. Es ist für das motivierte Team nun aber wichtig, nicht erneut nach einem guten Auftritt nachzulassen, sondern auch über mehrere Spiele eine Konstanz auf diesem Level zu erreichen. Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Folgetag bei der Nachtragspartie gegen den FC Landquart-Herrschaft.

Matchtelegramm

FC Davos - FC Lusitanos de Samedan    7 : 3  (3 : 1)

Samstag, 31.05.2014, 15:00 Uhr
Sportzentrum Davos, Kunstrasen
Schiedsrichter: Fabio Caminada

Startaufstellung:

  6    Nathalie Ettinger 13  Simon Liebing  
       
  15  Luis Gomes 14  Severin Wenger 11  Pedro Borges
1  Sandro Gut      
  16  Stina Neuenschwander 10  Joseph Groves 9    Klaus Gröbner
       
  4    Shaip Gashi 12  Michael Schnetzler  

Auswechselspieler:

1 Sara Chindamo, 2 Gian Bossi, 5 Tobias Lauber, 8 Annie König 

Tore:

7. 1 : 0 Klaus Gröbner
9. 2 : 0 Klaus Gröbner
13. 2 : 1 (Penalty)
38. 3 : 1 Severin Wenger
41. 3 : 2  
47. 4 : 2 Joseph Groves
55. 5 : 2 Severin Wenger
63. 5 : 3  
64. 6 : 3 Severin Wenger
68. 7 : 3 Michael Schnetzler

Auswechslungen:

20. Tobias für Nathalie
35.

Gian für Michael
Annie für Pedro
60.


Michael für Simon
Pedro für Klaus
(Sturm links)
70. Nathalie für Shaip

Bemerkungen: