Niederlage auf der Heid

von Juniorentrainer

Aus tabellentechnischer Sicht war die Begegnung zwischen dem FC Lenzerheide-Valbella und dem FC Davos nicht von grosser Bedeutung, da aus Davoser Sicht kaum noch realistische Chancen auf einen Aufstieg in die dritte Liga bestanden und die Gastgeber aus der Lenzerheide sich schon früh aus dem Abstiegskampf verabschieden konnten und sich schon vor der Partie im sicheren Mittelfeld der Tabelle befanden. Aus diesem Grund schaute man in Davos im Vorfeld dieser Partie gespannt auf Madrid. Bei Real Madrid hängt spätestens seit dem vergangenen Sonntag, als die letzte Chance auf einen bedeutenden Titelgewinn vom Erzfeind aus Barcelona zunichte gemacht wurde, der Haussegen schief. In der spanischen Hauptstadt wird deshalb nun, insbesondere von medialer Seite, von einem grossen Umbruch gesprochen. Unter den Anhängern der „Königlichen“ war mit dem walisischen Nationalspieler Gareth Bale schnell ein Sündenbock ausgemacht, was wiederum für den FCD von grosser Bedeutung sein könnte. Denn auf der Suche nach einem Ersatzmann für Bale, sollen die Verantwortlichen von Real Madrid auf das Wiesner Supertalent Luca Hubert gestossen sein, welcher in Diensten des FCD steht und eine starke Saison abliefert. Verschiedenen Medienberichten zufolge könnte es gar zu einem spektakulären Tauschgeschäft zwischen dem FCD und Real Madrid kommen und Hubert und Bale könnten bald die Trikots tauschen. Die Davoser dürften sich jedoch kaum mit einem einfachen Tauschgeschäft zufriedengeben. Um den Youngster verpflichten zu können, müsste Real Madrid wohl zusätzlich einen Millionenbetrag im zweistelligen Bereich bezahlen.

Von diesen Gerüchten zeigte sich Hubert am vergangenen Samstag unbeeindruckt und spielte erneut eine starke Partie, genauso wie die anderen acht (!) Spieler, die eigentlich noch für die A-Junioren des FCD spielen und am Samstag für die 1. Mannschaft auf dem Feld standen. Neben Hubert waren dies: Urs Matthey, Anian Pleisch, Camil Kolic, Corsin Ardüser, Nico Giger, Cristiano Barbosa Oliveira und Pedro de Jesus Castro. Dieser Unerfahrenheit im Team war es wohl auch zu verschulden, dass die Gäste aus Davos etwas nervös in die Partie starteten. Dem Wetter, das dem Namen der „Eisheiligen“ alle Ehre machte, zum Trotz zeigten die beiden Mannschaften eine kämpferische und laufintensive Partie, wenn auch das spielerische Niveau bescheiden war. So war es dann auch eine Verkettung von individuellen Fehlern, die zum 1-0 für die Gastgeber aus der Lenzerheide führte. Die Hausherren, die in der ersten Halbzeit die etwas stärkere Mannschaft stellten, konnten schliesslich kurz vor dem Pausenpfiff gar noch auf 2-0 erhöhen, nachdem ein Stürmer den Davoser Verteidigern entwischen konnte und dem FCD-Schlussmann Thammavongsa keine Chance liess. Die junge Davoser Mannschaft liess sich jedoch von diesem Rückstand nicht beirren und wurde in der zweiten Halbzeit immer besser. Die klaren Spielvorteile für die Gäste, die daraus entstanden, konnte schliesslich Corsin Ardüser in den Anschlusstreffer ummünzen. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher überwand er den gegnerischen Torhüter, was der Mannschaft aus Davos weiteren Auftrieb gab. Als in der grössten Druckphase des FCD jedoch ein klarer Elfmeter für sie nicht gegeben wurde, schien plötzlich die Luft draussen zu sein. Der FCD vermochte nicht mehr zu reagieren und musste schliesslich sogar noch das 3-1 hinnehmen. Durch diese Niederlage musste der FCD einen Rückschlag im Fernduell um den zweiten Tabellenrang mit Celerina hinnehmen.